Schulabschlussgottesdienest und Kinderflohmarkt Drucken E-Mail

„Herr, unser Gott, das Schuljahr geht nun zu Ende. Wir danken dir, dass du uns auch in diesem Jahr wieder beigestanden hast. Du bist jederzeit an unserer Seite und lässt uns niemals allein" Die Schüler der deutschen Abteilung der Gustav Gündisch Schule folgten der Einladung des Stadtpfarrers und kamen am Sonntag, den 14. Juni 2015, zahlreich zu dem Sondergottesdienst zum Schulabschluss. Die Jungschargruppe gestaltete den Gottesdienst mit. Praktikantin Franziska Ries hatte eine Geschichte zum Vorlesen ausgesucht, die allen Anwesenden gut gefiel. Es war die Geschichte des kleinen Punchinello, eine Holzpuppe aus dem kleinen Volk der Wemmicks. Punchinello erhiellt trotz großen Anstrengungen seinerseits nur graue Punkte und keine Sterne von den anderen Holzpuppen. Deshalb meinte er verzweifelt, er wäre kein
guter Wemmick. Eines Tages besuchte er Eli, seinen Holzschnitzer in dessen Werkstatt, und erfuhr dort, dass er einmalig und wertvoll sei, dass er seinem Schöpfer wichtig und lieb sei. Er vertraute Elis Liebe und dadurch fielen alle negativen Aufkleber der anderen von ihm ab. Pfarrer Kern aus Deutschland gelang es, die Aufmerksamkeit der Kinder mit besonderen, ungewöhnlichen Gesten zu wecken und sie für die Geschichte zu beigeistern. Stadtpfarrer Kézdi erläuterte die Geschichte und deren Botschaft auch in rumänischer Sprache, dabei fiel den Erwachsenen auf, wie mucksmäuschenstill es in den vorderen Kirchenbänken war. In einer der darauffolgenden Fürbitten las ein Jugendlicher vor: „Herr, wir bitten dich für alle, die aus irgendeinem Grund verspottet werden. Schenk ihnen die Kraft dies zu ertragen und zu verzeiehen". Die Grundschullehrer hatten sich ebenfalls vorbereitet, die Schulkinder trugen Gedichte auf und sangen fröhliche Lieder in Begleitung von Gitarren und Flöten. Mit ihrem Lieblingslied „Der Sommer ist da,/ hurra, hurraaa,/ keine Schule mehr" verabschiedeten sich die ferienreifen Kinder vom Alltagsstress und sangen „ade, ade geliebte Schultasche, good bye good bye,/ nun sind wir frei". Nicht nur die Kinder freuen sich auf die wohlverdienten Ferien, sondern bestimmt auch viele Eltern und Großeltern, erwähnte Stadtpfarrer Kézdi in seiner Ansprache und wünschte allen schöne ferien Ferien und bleibende Erinnerungen. Emsiges Treiben folgte danach. Die Kinder waren nämlich eingeladen, selber einen Flohmarkt im Pfarrgarten zu gestalten. Dafür brachten sie eigene Decken mit, suchten strebsam nach dem schattigsten Platz im Garten, denn sommerliche 32° C verwöhnten alle an diesem Sonntag. Darauf breiteten sie ihre Zeitschriften und Bücher aus, ihre Spiele und Spielsachen, verkauften, feilschten, tauschten, kauften und handelten mit viel Spaß. Und vielleicht entsteht somit eine neue Traditon, dass die Schulanfangs- und Schulabschlussgottesdienste von einem Kinderflohmarkt gefolgt werden.

Margit Kézdi