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Friedhof Print E-mail
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Der Evangelische Friedhof ist ein konfessionsgebundener Friedhof.

Deswegen steht der  Besitz und die Nutzung von Gräbern grundsätzlich nur den evangelischen Gemeindeglieder zu. Da einige anderen Konfessionen keinen Friedhof in Heltau haben, wird reformierten, ungarisch-lutherisch, römisch-katholischen und unitarischen Kirchenangehörigen das Recht auf Besitz und   Nutzung ebenfalls zugestanden. Die Regelungen betreffen aber alle Grabbesitzer, unabhängig ihrer Kirchenzugehörigkeit.

I. Besitz

Die eingangs genannten Konfessionsangehörigen können Gräber erwerben – allerdings nicht im Sinne eines Grabkaufes sondern lediglich einer Grabpacht. Somit muss regelmäßig eine Grabtaxe beglichen werden um den Anspruch darauf aufrecht zu erhalten. Nach fünf unbezahlten Jahren erlischt der Rechtsanspruch auf das Grab und dieses – samt den Aufbauten – fällt an das Pfarramt zurück. Es beginnt dann eine weitere Gnadenfrist von fünf Jahren in welcher Zeit ein Rückerwerb möglich ist. Nach zehn unbezahlten Jahren wird das Grab unwiederbringlich für andere Bewerber freigegeben.  (Hier PDF – Friedhofsskizze und eine Übersicht über die freien Gräber)

Demgemäß können Gräber nicht weiterverkauft werden. Lediglich eine Weitergabe innerhalb der Familie (bis zum dritten Grad) ist möglich. Dieses muss jedoch ebenfalls beim Pfarramt angemeldet werden. Auf das Nutzungsrecht kann auch innerhalb der laufenden Zeit des Rechtsanspruches verzichtet werden.

Die Grabtaxen werden von dem Presbyterium jährlich neu bschlossen. Deswegen ist für einheimische Besitzer die Zahlung nur jeweils für ein Jahr zulässig. Ausländische Besitzer können bis maximal zehn Jahre vorzahlen, allerdings nicht  länger, da die Zahlung nicht nur den Friedhofserhalt sichert sondern auch sicherstellt, dass für das entsprechende Grab eine Ansprechsperson existiert.

Besitzer aus Deutschland können auch per Banküberweisung zahlen. Die Angabe der Grabnummer und der Zeitspanne ist jedoch unbedingt notwendig.


Alfred Bonfert

Konto: 30213193
BLZ: 72050101
Bank: Kreisparkasse Augsburg

IBAN-Nummer: DE63720501010030213193
BIC-/SWIFT-Code: BYLADEM1AUG

 

II. Nutzung

Die eingangs genannten Konfessionsangehörigen können die eigenen Gräber nutzen. Im ökumenischen Sinne gilt dieses Recht auch für Ehegatten, Eltern und Kinder bis 21 Jahren der Rechtsträger auch wenn diese anderen Kirchen angehören.  Bei diesen Fremdbestattungen ist der evangelische Pfarrer grundsätzlich anwesend.

Eine strikte Zugehörigkeit zu der örtlichen evangelischen Kirchengemeinde ist für die Nutzung nicht notwendig, für Auswärtige jedoch eine nachweisliche Zugehörigkeit zur evangelischen Kirche.

In allen Fällen gelten die gesundheitspolizeilichen Vorschriften, dass eine zweite Graböffnung nur sieben Jahre nach einer Beerdigung möglich ist.

 

III. Bau

Das ideale Grab ist das mit Blumen bepflanzte Grab. Es ist die Zierde des Friedhofs. Deswegen sind alle anderen Lösungen zeitbedingte Notlösungen, die die kommenden Generationen belasten werden. Auf alle Fälle ist es das Anliegen der Kirchengemeinde, das traditionelle evangelische Gepräge des Friedhofs zu erhalten und keine „Betonbunker“ zuzulassen. Deswegen gilt folgende Bauordnung:

1. Die Höhe der Grabumfasssung (Rahmen) darf nicht mehr als 25 cm betragen und soll sich an den Nachbargräbern ausrichten .

2. Kreuze sind nur in eingravierter Form zulässig aber nicht als dreidimensionaler Aufbau.

3. Fotos auf den Grabsteinen entsprechen nicht der evangelischen Tradition.

4. Die Grabinschriften sind in der entsprechenden Kirchensprache des Grabbesitzers, d.h. deutsch oder ungarisch zu schreiben.

5. Ausbetonierte Wege müssen sich an die Nachbarwege anschließen um eine kontinuierliche Linie zu ergeben.

6. Farbe und Material der Umfassungen und Platten sowie die Formen der Steine müssen sich den anderen Gräbern anpassen.

7. Vor jeder Änderung an Grab oder Stein ist beim Pfarramt eine Skizze (mit Maßen und Position der Nachbargräber) vorzulegen. Nur nach der (unbürokratischen) Genehmigung der Arbeit ist die Durchführung erlaubt.

8. Gräber und Grabsteine die schon vor 1997 aufgestellt wurden – und nicht der Norm entsprechen – bleiben von diesen Beschlüssen unberührt.

9. Vorhandene Grabsteine von übernommenen Gräbern können genutzt werden. Es besteht die Möglichkeit die Rückseite als Vorderseite zu nutzten. Wenn dieses nicht möglich ist dann kommt nur eine Lagerung neben der Kapelle in Frage. Sie dürfen nicht aus dem Friedhof entfernt werden.

 

IV. Liste der Gnadenfrist

Folgende Gräber wurden zwischen 5 und 9 Jahren nicht bezahlt (Stand 01.01.10)

(hier PDF Datei)