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Am Ende des 19. Jahrhunderts hat sich Heltau zu einer plurikonfessionellen Stadt entwickelt, nachdem es lange Zeit fast ausschließlich evangelische Christen deutscher Sprache gab. Als nächste gründeten auch orthodoxe und griechisch-katholische Christen eigene Gemeinden und bauten jeweils Kirchen. Heute sind in Heltau auch weitere Kirchen und Gemeinschaften zu Hause. Das 20. Jahrhundert hat dann eine radikale Änderung des konfessionellen Kräfteverhältnisses bewirkt: sehr drastisch ist die Anzahl der evangelischen Christen zurückgegangen (bis Ende des Jahrhunderts um etwa 90%).

Stark angestiegen ist die Zahl der orthodoxen Christen , nicht zuletzt wegen Zuwanderungen aus anderen Gebieten Rumäniens. Sie haben zwei Gemeinden (Parohia ortodoxa I, Parohia ortodoxa II) samt zwei Kirchen. Sie machen rund 85% der Stadtbevölkerung aus.

Eine eigene Kirche baut gegenwärtig die griechisch-katholische (mit Rom unierte) Gemeinde. Ihr altes Kirchgebäude war dasjenige, auf dessen Platz nun die Kirche der „parohia ortodoxa II“ steht. 1948 für illegal erklärt wurde sie 1990 wieder reabilitiert und es sammelten sich in Folge rund 100 Gläubige um diese Form der Kirchlichkeit.

Ein weiteres Kirchgebäude haben die Evangeliumschristen (frei Evangelische Gemeinde). Sie sind die größte Freikirche des Ortes, mit fast 1000 Mitgliedern und Freunden. Ihre Verkündigungssprache ist rumänisch, da die deutsche Gemeinde durch Auswanderung aufgelöst wurde.

Von den historischen Kirchen gibt es zwei Gemeinden ohne Kirchgebäude und Geistlichen am Ort: Die (ungarisch-sprachige) römisch-katholische Gemeide (betreut von Hermannstadt, etwa 50 Mitglieder). Die (ungarischsprachige) reformiert - calvinistische Gemeinde (betreut von Hermannstadt, etwa 100 Mitglieder).

Weitere Freikirchen mit relativ bescheidenen Gebetshäusern sind: die Pfingstler, die Baptisten und die Adventisten. Sie sind alle nur rumänischsprachig.

Als einzige nennenswerte Sekte finden wir die Zeugen Jehowas , welche einen „Reich-Gottes-Saal“ betreiben. Der Missionseifer der 90-ger Jahre ist jedoch deutlich zurückgegangen

Das Miteinander der Kirchen in Heltau ist von Respekt, Freundschaft und Zusammenarbeit geprägt. Nicht zuletzt kam das anlässlich der 800-Jahr-Feier der Stadt Heltau (2004), deutlich zum Ausdruck. Doch nicht nur die Feste verbinden die Christen in der Stadt. Die evangelische Kirchenburg ist eine Heimstätte des Glaubens, nicht nur für die Evangelischen, sondern auch für die griechisch-katholische und die reformierte Gemeinde und für die die Römischen Katholiken, die hier in der Burgkapelle und in der Kirche ihren Gottesdienst feiern dürfen.

Mit der Orthodoxen Kirche verbindet uns die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kasualien . Vor allem gemeinsame Beerdigungen (aber auch Trauungen) sind hier zu erwähnen. Immer wieder wünschen gemischtkonfessionelle Familien die Anwesenheit beider Pfarrer bei solchen Gelegenheiten. Dieses geschieht dann selbstverständlich.

Einmal im Jahr finden sich anlässlich des Weltgebetstages, die Frauen aller Konfessionen zum gemeinsamen Gebet zusammen. Die ökumenische Gebetswoche ist allerdings in den letzten Jahren nicht mehr organisiert worden. Dafür gibt es immer wieder punktuelle Gelegenheiten des gemeinsamen Gebetes. So zum Beispiel regelmäßig bei der Stadtfeier zum „Heldengedenktag“ oder zu Fabriksweihen.

Auf dem Gebiet der ökumenischen Diakonie hat Heltau eine Vorbildrolle: die diakonische Einrichtung der Evangelischen Kirche, der Verein „Initiativa Christiana“, kann auf ein gute Zusammenarbeit mit der evangeliums-christlichen „Philadelphia“ blicken. Außerdem wird die Sozialstation des Diakonischen Werkes von einem ökumenischen Helferkreis belebt, in der die Mehrheit der Frauen orthodox sind.