Der vorreformatorische Flügelaltar entstand um 1520 in der Werkstatt des Johannes Stoß (Schule des Veit Stoß d. J.) für die Kirche in Braller. 1999 fand er als neuer Hauptaltar seinen Platz im Heltauer Chorraum. Im Schrein zeigt sich eine wunderschöne „Braller Madonna“, eines der beeindruckendsten Kunstwerke Siebenbürgens. Auf der Festtagsseite sind vier Szenen aus dem Leben des heiligen Nikolaus zu sehen: die drei Jungfrauen, das Weizenwunder, die Rettung der drei Feldherren und die Stillung des Seesturms. Die Werktagsseite zeigt 16 Heilige auf acht Tafeln, jeweils zu zweit im Dialog: Laurentius und Stephanus, Franziskus und Antonius, die ungarischen Könige Stephan und Ladislaus. Die Predella zeigt die vierzehn Nothelfer.
Der neugotische Altar wurde 1879 aufgestellt, als Ersatz für einen vorreformatorischen Altar des Hermannstädter Malers Vincentius von 1525, der 1875 abgetragen wurde, von ihm ist nur die Predella im Brukenthalmuseum in Hermannstadt erhalten. Als 1999 der Braller Altar den Platz im Chorraum übernahm, wich der Neugotische auf die Empore, wo er bis heute steht: schlanke Spitzbögen, filigrane Schnitzereien und eine Bildsprache, die mittelalterliche Formen mit romantischer Frömmigkeit verbindet.
Der Wassider Altar kam aus der kleinen sächsischen Gemeinde Wassid (rumänisch Veseud) nach Heltau, wie so viele Altäre aus Dörfern, deren Kirchengemeinden nach der Aussiedlung der Sachsen ihre Kirchenausstattung nicht mehr erhalten konnten. Er trägt die Handschrift seiner Entstehungszeit und erinnert an die Geschichte der siebenbürgischen Diaspora.
Auch der Werder Altar hat in Heltau eine neue Heimat gefunden: er stammt aus der kleinen sächsischen Gemeinde Werd (rumänisch Vărd). Seine Schnitzereien und Bildtafeln erzählen von Glauben und Gemeinschaft, ein stilles Zeugnis der engen Verbundenheit der siebenbürgischen Kirchengemeinden untereinander.
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