Der vorreformatorische Flügelaltar entstand um 1520 in der Werkstatt des Johannes Stoß, Schule des Veit Stoß d. J., für die Kirche in Braller. Als die dortige Kirchenburg verwaiste und Feuchtigkeit sowie Diebstahlgefahr drohten, wurde das Retabel 1999 nach einer Abschiedsandacht abgebaut und in einem Festgottesdienst durch Bischof D. Dr. Christoph Klein als neuer Hauptaltar in Heltau eingeweiht. Im goldenen Schrein steht die „Braller Madonna", der Familie oder Schule des Veit Stoß zugeschrieben.
Der neugotische Altar wurde vom Hermannstädter Tischler Bartmus gebaut, 1879 aufgestellt und löste den alten, vorreformatorischen Severus-Altar der Walburgakirche ab. Geweiht wurde er am 23. November 1879 durch Bischof Dr. Georg Daniel Teutsch. 120 Jahre diente er als Hauptaltar im Chor, bis er 1999 dem Braller Altar wich und auf die Südempore umzog, wo er bis heute steht.
Der Wassider Altar kam aus der kleinen sächsischen Gemeinde Wassid (rumänisch Veseud) nach Heltau, wie so viele Altäre aus Dörfern, deren Kirchengemeinden nach der Aussiedlung der Sachsen ihre Kirchenausstattung nicht mehr erhalten konnten. Restauratoren des Brukenthal-Museums entdeckten unter der sichtbaren barocken Malschicht des 18. Jahrhunderts eine ältere, qualitätvolle Malschicht aus dem 16. Jahrhundert.
Auch der Werder Altar hat in Heltau eine neue Heimat gefunden: er stammt aus der kleinen sächsischen Gemeinde Werd (rumänisch Vărd). Die aufgemalten Ziffern „1-7-4-6" auf der Predella datieren seine Entstehung exakt auf das Jahr 1746, ein typischer protestantischer Barockaltar mit zwei mächtigen, blau-weiß marmorierten korinthischen Säulen.
Die große Hauptorgel auf der Westempore wurde 1944 von den Söhnen Wegenstein erbaut, als Ersatz für die prächtige Vorgängerorgel, die in der Nacht zum 24. Dezember 1942 abgebrannt war. Das Instrument wurde zuletzt 2014/15 durch den Orgelbauer Bors László aus Túsnád umfassend repariert und ist in spielbarem Zustand.
Diese prächtige Kleinorgel ist ein Werk von Johannes Hahn Junior (1763–1814), dem bedeutendsten Orgelbauer des Barock in Siebenbürgen. Johannes Hahn Junior übernahm nach dem Tod seines Vaters 1783 dessen Hermannstädter Werkstatt. Der reich verzierte Prospekt, gefasst in Weiß und Grün mit vergoldeten Ornamenten, ein herausragendes Zeugnis siebenbürgischer Orgelkunst des ausgehenden 18. Jahrhunderts.
Ein Ausmalungsprogramm, das einst fast den gesamten Innenraum der romanischen Basilika bedeckte: Apostelgalerie in der Apsis, Prophetenfiguren und die vier apokalyptischen Reiter im Chor, Szenen aus dem Leben Christi, ein monumentales Jüngstes Gericht im Hauptschiff und, als bedeutendstes Einzelbild, der Heltauer Gnadenstuhl an der südlichen Obergadenwand.
In der südlichen Vorhalle befindet sich ein sargförmiger Grabstein mit eingemeißeltem Andreaskreuz und stilisierter Gesichtsmaske. Die archaische Gestaltung ähnelt Funden aus dem mittelalterlichen Rheinland, einer der ältesten erhaltenen Grabsteine Siebenbürgens.
Restauratoren datierten das Vortragekreuz auf die Mitte des 11. Jahrhunderts, damit gilt es als das älteste erhaltene Kunstobjekt der Siebenbürger Sachsen. Das Kreuz wurde 2016 gestohlen und 2021 durch internationale Zusammenarbeit unversehrt sichergestellt. Aus Sicherheitsgründen wird es heute im Landeskirchlichen Museum im Teutsch-Haus in Hermannstadt aufbewahrt.
In der Apsis des südlichen Seitenschiffs verbarg sich die sogenannte Schatzkammer, ein halbrunder Raum hinter einer festen Quermauer, erreichbar nur über eine getarnte Tür. Das Geheimnis um den darin vergrabenen Münzschatz wurde über Generationen von Kirchenvater zu Kirchenvater weitergegeben.
Das Heltauer Missale, ein reich illuminiertes Messbuch, das zu den wertvollsten liturgischen Handschriften Siebenbürgens gehört.
Der Kirchturm wurde wiederholt vom Blitz getroffen, zuletzt am 20. Mai 1795 mit erheblichen Schäden. Aus dem Kirchenschatz wurden damals Mittel für den Wiederaufbau bereitgestellt, unter anderem für die Anschaffung eines Blitzableiters.
Viele dieser Kostbarkeiten können Sie bei einer Führung aus der Nähe betrachten. Wir erzählen Ihnen gern die Geschichte dahinter.
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